Im Einsatz

Reißkraft als Schlüssel: Die Amberger Kaolinwerke setzen im Direktabbau auf den Volvo-Bagger EC750E

Die Amberger Kaolinwerke (AKW) bewegen enorme Rohstoffmengen und sind dabei auf eine robuste, leistungsfähige Maschinenkette angewiesen. Der Volvo-Bagger EC750E ergänzt diese Kette dort, wo Direktabbau echte Reißkraft verlangt. Für die nötige Betriebssicherheit sorgt die langjährige Betreuung durch Robert Aebi.

Wer in der Oberpfalz unterwegs ist, begegnet einem Werkstoff, der quasi unsichtbar in vielen Alltagsprodukten steckt: Kaolin. Es sorgt in Papier für eine glatte Oberfläche, ist Grundlage für Keramik und wird auch in Farben und Lacken eingesetzt. Am Standort Hirschau-Schnaittenbach fördern und verarbeiten die Amberger Kaolinwerke (AKW) diesen Rohstoffe in großem Maßstab und setzen dabei auf eine Maschinenflotte, die für harte Bedingungen ausgelegt ist. Daniel Kaminski, Bergbauingenieur und seit 2017 Tagebauleiter bei AKW, bringt die Anforderungen auf den Punkt: „Im Direktabbau muss ein Bagger das Material nicht nur bewegen, sondern es aktiv lösen und anschließend effizient verladen. Genau deshalb stehen Motorleistung und vor allem Reißkraft im Fokus.“

Den Volvo EC750E hat hat AKW im Jahr 2025 für den Tagebau in Schnaittenbach angeschafft.

Den Volvo EC750E hat hat AKW im Jahr 2025 für den Tagebau in Schnaittenbach angeschafft.

Baggerfahrer Bernhard Kräuter ist mit seinem Arbeitsgerät sichtlich zufrieden.

Baggerfahrer Bernhard Kräuter ist mit seinem Arbeitsgerät sichtlich zufrieden.

Ein Standort mit Tradition und industrieller Bedeutung

Die Wurzeln des Standorts reichen weit zurück. Die Firma Eduard Kick wurde 1833 in Schnaittenbach gegründet, die Amberger Kaolinwerke 1901 in Hirschau. 1993 wurden beide Unternehmen zusammengeführt und seit 1996 gehören die Amberger Kaolinwerke als hundertprozentige Tochter zur Quarzwerke Gruppe in Frechen. Heute arbeiten am Standort rund 430 Mitarbeitende.

Pro Jahr werden in Hirschau-Schnaittenbach etwa 1,3 Millionen Tonnen Roherde gefördert. Diese Roherde besteht aus drei Hauptmineralen – Kaolin, Feldspat und Quarz – die in der Aufbereitung getrennt und anschließend in verschiedene Branchen geliefert werden: in die keramische Industrie, in die Papierindustrie (als Füllstoff und Streichkaolin) sowie in die Farben- und Lackindustrie. Darüber hinaus beliefert AKW auch die Glasindustrie mit Glassanden und Feldspat und liefert Trockensande in die Filterindustrie sowie Quarzmehl als aufgemahlenen Quarzsand.

Der gewaltige Volvo EC750E belädt die Dumper mit nur wenigen Ladespielen.

Der gewaltige Volvo EC750E belädt die Dumper mit nur wenigen Ladespielen.

Maschinen im Dauereinsatz: Direktabbau braucht Reißkraft

Damit diese Mengen zuverlässig bewegt werden können, ist der Abbauprozess konsequent auf Effizienz ausgelegt. AKW arbeitet im Direktabbau, das heißt: Der Bagger löst die Roherde und lädt sie unmittelbar in die Transportfahrzeuge. Für Kaminski ist genau hier die technische Messlatte hoch, denn die Maschine muss das Material im wahrsten Sinne „aufbrechen“. Reißkraft und Motorleistung sind daher zentrale Auswahlkriterien, wenn es um Produktivität geht.

2025 hat AKW deshalb einen neuen Hydraulikbagger angeschafft: einen Volvo EC750E für den Tagebau in Schnaittenbach. Vorab wurde der EC750E in einem nahegelegenen Betrieb besichtigt, getestet und Erfahrungen mit den dortigen Fahrern eingeholt. Ausschlaggebend war aus Sicht von AKW vor allem, dass der EC750E in der 70-Tonnen-Klasse mit hoher Motorleistung und hoher Reißkraft überzeugt und im Vergleich „am solidesten“ dastand.

Der Bagger ist aber nur ein Teil einer eingespielten Prozesskette. Der EC750E löst und lädt die Roherde, anschließend übernehmen Volvo-Dumper den Transport zu einem Kastenbeschicker. Von dort wird das Material per Förderband weitertransportiert zum Haldenplatz. Radlader sind entlang dieser Kette ebenfalls vielseitig im Einsatz.

Mit hoher Reißkraft und starker Motorleistung bewegt der EC750E bei AKW enorme Rohstoffmengen.

Mit hoher Reißkraft und starker Motorleistung bewegt der EC750E bei AKW enorme Rohstoffmengen.

Der Händler als Teil der Lösung: Robert Aebi in Vertrieb und Service

Nach Einschätzung von Kaminski reicht die Zusammenarbeit mit Volvo-Händler- und Servicepartner Robert Aebi am Standort mindestens bis in die frühen 2000er Jahre zurück. AKW schätzt an den Volvo-Maschinen vor allem Langlebigkeit, Robustheit und den einfachen, praxisgerechten Aufbau für harte Einsätze.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Betreuung: Kaminski beschreibt die Zusammenarbeit mit Robert Aebi als langjährig und zuverlässig, sowohl im Vertrieb als auch im Service. Verkäufer Walter Kraus organisierte unter anderem die Besichtigung des EC750 in einem nahegelegenen Betrieb und begleitete den Termin. Außerdem besteht ein Servicevertrag, die Kundendienste werden durch Robert Aebi durchgeführt. Diese Konstanz in der Betreuung war für AKW ein wesentlicher Grund, warum die Entscheidung für Volvo leichtfiel.

„Für uns endet die Zusammenarbeit nicht mit der Übergabe der Maschine. Entscheidend ist, dass wir unsere Kunden auch im täglichen Betrieb mit zuverlässigem Service und persönlicher Betreuung unterstützen“, ergänzt Walter Kraus.

Man schätzt und versteht sich (v.l.): Daniel Kaminski, Tagebauleiter bei AKW, Walter Kraus, Verkäufer bei Robert Aebi, und Schichtleiter Ludwig Hummer.

Man schätzt und versteht sich (v.l.): Daniel Kaminski, Tagebauleiter bei AKW, Walter Kraus, Verkäufer bei Robert Aebi, und Schichtleiter Ludwig Hummer.

Seit 1996 gehören die Amberger Kaolinwerke als hundertprozentige Tochter zur Quarzwerke Gruppe in Frechen.

Seit 1996 gehören die Amberger Kaolinwerke als hundertprozentige Tochter zur Quarzwerke Gruppe in Frechen.

Blick nach vorn: elektrisch und perspektivisch autonom

Bei AKW ist der Blick bereits klar auf die nächste Entwicklungsstufe gerichtet: Für die kommenden Jahre sieht Kaminski vor allem zwei Entwicklungsfelder: elektrische Technik und autonome Anwendungen. Besonders interessant sind für AKW elektrische Radlader und elektrische Dumper, perspektivisch in passenden Größenklassen für den eigenen Einsatz.

Ein wichtiger Standortvorteil ist die eigene Stromerzeugung über PV-Anlagen. Damit wird Elektrifizierung nicht nur zur technischen, sondern zur wirtschaftlichen Entscheidung. Kaminski nennt als Treiber vor allem die Betriebskosten: Im Vergleich Strom zu Diesel sieht er deutliche Einsparpotenziale und auch spürbare Vorteile bei den Instandhaltungskosten.

Gemeinsam bilden Bagger, Dumper und Radlader die Schlüsselbestandteile der Prozesskette.

Gemeinsam bilden Bagger, Dumper und Radlader die Schlüsselbestandteile der Prozesskette.