Von Christian Krauskopf, Geschäftsführer der Volvo CE Germany GmbH, Ismaning
Rückblick 2022 und Ausblick 2023 von Volvo CE
Die vergangenen zwölf Monate haben wir genutzt, um unsere Vision einer nachhaltigeren Bauindustrie ein großes Stück voranzutreiben. Mit der Vorstellung des knickgelenkten Dumpers Volvo A30G führen wir die erste kommerzielle Baumaschine aus fossilfreiem Stahl ein und mit dem Volvo EC230 Electric bieten wir erstmals in ausgewählten Märkten einen vollelektrischen Bagger in der 20-Tonnen-Klasse an. Damit avanciert Volvo CE zum Hersteller mit dem größten Angebot an kommerziell erhältlichen Elektromaschinen. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und ebnen den Weg für die Transformation hin zu einer Bauindustrie ohne fossile Brennstoffe mit der Entwicklung nachhaltigerer Produkte und Dienstleistungen.
Hierauf setzen wir auch 2023 den Fokus. Gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden arbeiten wir an zukunftsweisenden Antworten auf die komplexen Anforderungen unserer Gesellschaft, um eine lebenswerte Welt auch für die nächsten Generationen zu erhalten. Wir tun dies mit nachhaltigen Lösungen, die zu 100 Prozent sicher, fossilfrei, produktiv und zugleich wirtschaftlich rentabel sind. Die Kommerzialisierung von Elektrofahrzeugen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie. Bis 2030 sollen unsere Elektrofahrzeuge mindestens 35 Prozent des Fahrzeugabsatzes abdecken. Darüber hinaus arbeiten wir auch an anderen CO2 neutraleren Antrieben wie Brennstoffzellen oder Wasserstofflösungen. Weiterhin streben wir die Erhöhung des Anteils unserer Serviceleistungen am Konzernumsatz auf nicht weniger als 50 Prozent an.
Volvo CE bekennt sich zum Pariser Klimaschutzabkommen und hat wissenschaftlich basierte Ziele und Methoden entwickelt, die von der Science Based Targets-Initiative anerkannt sind. Mit ihnen wollen wir bis 2030 die Emissionen unserer Baufahrzeuge um 30 Prozent reduzieren. Zu unserer Selbstverpflichtung zählt darüber hinaus die Reduzierung der CO2-Bilanz in unserer gesamten Wertschöpfungskette und damit auch bei den für unsere Produkte verwendeten Rohstoffen. Und wir sind auf diesem Weg auch nicht allein! Nicht nur wir als Hersteller, sondern auch eine bereits große und ständig wachsende Zahl unserer Kunden strebt dieselben wichtigen Klimaziele an. Nur gemeinsam können wir die notwendigen Veränderungen für einen nachhaltigen Wandel konsequent vorantreiben und die Transformation hin zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2040 verwirklichen. Zu den wichtigsten Maßnahmen von Volvo CE im kommenden Jahr zählt daher die Unterstützung unserer Kunden bei der Reduzierung ihres persönlichen CO2-Fußabdrucks.
Jeder Kunde hat unterschiedliche Voraussetzungen und Anforderungen, auf die wir gezielt mit einem komplexen Paket unterschiedlicher Bausteine und Beratungsleistungen eingehen. Dabei wollen wir es unseren Kunden so einfach wie möglich machen, ihre Klimabilanz im Rahmen ihrer täglichen Betriebsabläufe und Arbeitsprozesse zu verbessern. Um dies zu realisieren, haben wir bereits im Jahr 2022 ein neues Programm zur CO2-Reduzierung ins Leben gerufen, das wir im Jahr 2023 verstärkt fortsetzen. Die Analyse- und Verbesserungsmaßnahmen, die wir bei diesem Angebot einsetzen, basieren auf jahrzehntelanger Innovation und werden darin erstmals in einem zusammenhängenden Programm gebündelt, das in vier Schritten individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten werden kann.
Ein wegweisendes Beispiel für die Maßnahmen gegen den Klimawandel ist Schwedens größte fossilfreie Baustelle auf einem 100 Jahre alten Schlachthofareal in Stockholm. Beim Bau des dort entstehenden Stadtviertels mit 3.000 Wohnungen wird der neue batterieelektrische 23-Tonnen-Bagger Volvo EC230 Electric inklusive Ladestruktur eingesetzt. Das so geschaffene Testfeld für Innovationen und emissionsfreie Baumaschinen soll die Möglichkeit des Bauens mit geringstmöglichen Treibhausgasemissionen demonstrieren. Insgesamt rund 2.012 Tonnen CO2-Emissionen sollen während der Bauzeit eingespart werden.
Trotz der wirklich gravierenden geopolitischen Krisensituationen in diesem Jahr, dürfen wir den Klimawandel nicht aus den Augen verlieren. Er ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und es ist essentiell, dass wir dieser gemeinsam begegnen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.