Ausgabe 1/2021
Nr. 108
22/26

Nicht selbstverständlich

Christian Bernshausen ist 37 Jahre jung und inzwischen die vierte Generation bei der  Bernshausen Bau GmbH & Co. KG. Seit seiner Ausbildung 2000 zum Maurer-Gesellen ist er im Familienunternehmen tätig und hat es zu einem der führenden Bau-Unternehmen der Region Wittgensteiner Land geführt. Sein Motto: „Nichts ist selbstverständlich.“

Besteht ein Unternehmen seit über 100 Jahren und ist seit Firmengründung in Familienbesitz, könnten die nachfolgenden Generationen dies durchaus als Bürde ansehen. Nicht so Christian Bernshausen, vierte Generation im Bau-Unternehmen Bernshausen in Bad Laasphe-Feudingen im oberen Lahntal und seit Anfang 2021 alleiniger Geschäftsführer. Von der Pike auf hat er dieses Geschäft gelernt. Angefangen als Maurer-Geselle 2003 über den Maurermeister 2007 bis hin zum Straßenbauermeister ein Jahr später. Der Familienvater und leidenschaftliche Mountainbike-Fahrer wusste schon früh, wohin die Reise gehen soll.

Dass es hierbei nicht immer nur rosig verläuft, musste er sehr früh erkennen. Direkt nach seiner Lehre ging es für ihn und fünf Kollegen in Kurzarbeit. Das damalige Hauptgeschäft, der Hochbau, befand sich in einer schwierigen Phase. Regional war die Nachfrage nach Wohnungen gering. Doch den Kopf in den Sand stecken, war keine Option für Christian Bernshausen. Stattdessen schaute er über den berühmt berüchtigten Tellerrand – eine Eigenschaft, die den Chef des inzwischen 50 Mann starken Teams auch heute noch auszeichnet. Ein befreundetes Unternehmen, welches die Tiefbau-Arbeiten für Bernshausen erledigte – Bernshausen hatte zum damaligen Zeitpunkt noch nicht einmal einen Mini-Bagger im Maschinenpark – gab das Unternehmen auf. Doch Bernshausen wollte nicht zur Konkurrenz wechseln. Also setzten sich die Verantwortlichen gezwungenermaßen mit diesem „neuen“ Geschäftsfeld auseinander. Doch aus der Not wurde schließlich eine Tugend.

Erst gab es einen Kontrollschacht zu bauen, dann kamen Kanalarbeiten hinzu. Aus Mietmaschinen wurden erste eigene Maschinen, zum Maurer-Team kamen zunehmend Spezialisten aus verschiedenen Bereichen hinzu. So war das Unternehmen stetig im Wandel, immer mit dem Blick nach vorne und dem Mut, Dinge neu zu denken und auszuprobieren. Und vor allem: mit dem Willen, etwas gemeinsam zu erreichen. Dass es gelang, das Unternehmen in den letzten 16 Jahren auf die heutige Größe hochzuskalieren, war für Geschäftsführer Christian Bernshausen sicher nicht vorherzusehen. Dennoch: ganz abwegig war dieser Gedanke für ihn nicht. „Mit dem richtigen Team und dem richtigen Partner kann man viel erreichen“, weiß er aus Erfahrung.

Qualität und Flexibilität gefordert

Eine große Stütze ist hierbei das Team von Schultes Nachfolger GmbH aus Siegen, regionaler Volvo-Händler und für Bernshausen und seine nicht immer handelsüblichen Wünsche der richtige Ansprechpartner. „Das Team von Schultes Nachfolger, speziell unser Ansprechpartner Frank Rösner, ist wirklich der perfekte Partner und verdient sich Bestnoten. Hier reicht meist ein Telefonat und alles ist geregelt, eine Eigenschaft, die ich in der Schnelllebigkeit des Geschäftes sehr schätze“, sagt Christian Bernshausen. Auch sieht er Volvo CE als wichtigen Baustein einer auch weiterhin erfolgreichen Unternehmensentwicklung bei Bernshausen. Der Vorteil beim schwedischen Baumaschinen-Hersteller: Qualität der Baumaschinen, eine hohe Bandbreite im Produktportfolio und vor allem die Flexibilität, Sonderwünsche realisieren zu können – alles Eigenschaften, die nicht selbstverständlich für ihn sind und die er daher auch sehr zu schätzen weiß. „Generell sollte man nichts als selbstverständlich sehen, denn zum einen wird man undankbar und zum anderen verliert man so auch den Bezug zur Realität“, sagt Christian Bernshausen.

Für die Zukunft sieht Bernshausen das Familienunternehmen gut aufgestellt und blickt voller Zuversicht auf die kommenden Jahre. Ob es dann die Schwerpunkte immer noch so gesetzt hat wie heute, da will sich der Geschäftsführer noch nicht festlegen – stattdessen lässt er offen, was der Blick über den Tellerrand sonst noch so für Überraschungen für ihn und sein Team bereithalten wird.

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