Ausgabe 1/2020
Nr. 106
16/25

mySwecon im Fokus

Vor gut einem halben Jahr hat die Swecon Baumaschinen GmbH das Online-Kundenportal mySwecon eingeführt. Zahlreiche Kunden sind bereits registriert und nutzen die vielen Vorteile des Systems. Lovisa Paulsson, Project Manager Digitalisation der gesamten Swecon Group, berichtet über den Fortschritt des Projektes, Weiterentwicklungen und den aktuellen Stand der Dinge.

Frau Paulsson, seit November 2019 sind Sie verantwortliche Projektleiterin für mySwecon. Wann und wie ist die Idee zu mySwecon entstanden und wie hat sich daraus das Kundenportal entwickelt?

LP Der Mutterkonzern von Swecon, der schwedische Lantmännen-Konzern, verfügt über eine große Landmaschinensparte. Dort ist bereits erfolgreich ein ähnliches Tool im Einsatz. 2017 haben wir im Rahmen des Lantmännen-Traineeprogrammes in einer Studie untersucht, ob der Bedarf auch auf den Baumaschinensektor des Konzerns übertragbar wäre. Im Jahr 2018 ist dann die Entscheidung gefallen, das Portal ebenfalls für den Baumaschinenbereich und damit für Swecon umzusetzen.

Nun ist ein halbes Jahr seit der Einführung in Deutschland vergangen; in Schweden ist das Portal sogar schon fast ein Jahr auf dem Markt. Seit Januar gibt es in Deutschland eine Fokus-Gruppe. Welche Idee steckt dahinter und wer ist Mitglied dieser Gruppe?

LP Wir haben die Fokus-Gruppe gegründet, um Ideen für neue Funktionen schneller entwickeln zu können. Sämtliche Bereiche des Unternehmens sind in diesem Team vertreten: Service, Service- und Ersatzteilverkäufer, Vertrieb und Vermietung, Marketing, die Bereichsleitung Service und natürlich der Projektmanager mySwecon in Deutschland. Wir erhalten so eine Rundum-Sicht auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden und Zielgruppen aus den verschiedenen Bereichen. Die unterschiedlichen Rückmeldungen ermöglichen uns, Verbesserungen und Veränderungen zu identifizieren und schnell umzusetzen.

Wenn wir an Kundenbedürfnisse und Weiterentwicklung denken: Was ist als Nächstes geplant?

LP Seit Ende Januar ist es möglich, die Maschinen nach Maschinentyp zu sortieren und nutzerspezifisch anzuzeigen. Das ist besonders hilfreich für große Flotten, beispielsweise mit mehreren großen Radladern und auch mehreren Nutzern, die die Maschinen betreuen. Wir können die Maschinen einzelnen Nutzern zuweisen, so dass jeder nur seine Maschinen sieht. Zudem ist eine Sortierung nach Maschinentyp möglich, so dass zum Beispiel nur bestimmte Radlader angezeigt werden. Wir arbeiten ebenso an der Implementierung der Maschinendokumentation auch von Fremdfabrikaten. Aktuell können die Nutzer Maschinen anderer Marken der Übersicht hinzufügen. In Kürze wird es möglich sein, zusätzliche Dokumente und Informationen zu den Maschinen anderer Marken zu ergänzen.

Gibt es im System Unterschiede zwischen dem schwedischen und dem deutschen Markt?

LP Technisch funktioniert das System in beiden Märkten gleich und verfügt auch über das identische Layout. In Deutschland hat mySwecon allerdings eine Anbindung an den Bereich der Vermietung. Dieses Geschäftsfeld haben wir in Schweden nicht. Zudem nutzen wir in Schweden keine UVV-Berichte, die seit Ende letzten Jahres für deutsche Nutzer abrufbar sind.

Was zeichnet mySwecon aus Ihrer Sicht besonders aus?

LP An erster Stelle natürlich der Kundennutzen: Das Portal ist kostenfrei und erleichtert unseren Kunden das Leben in vielerlei Hinsicht. Sämtliche Informationen zu den Maschinen sind in mySwecon an einem zentralen Punkt digital enthalten. Wir möchten gerne mit mySwecon zur Digitalisierung unseres Unternehmens beitragen. Die Baumaschinenwelt ist noch nicht so digital wie andere Branchen. Es gibt hier noch viel Potenzial für die Entwicklung von Ideen und neuen Konzepten.