Ausgabe 1/2020
Nr. 106
7/25

Ein Hybrid erobert die Schweiz

Immer auf dem neuesten Stand der Technik und Vorreiter im Recyclingsektor sein –  das sind die Ziele der Ernst Frey AG aus Kaiseraugst in der Schweiz. Deshalb war das Unternehmen eines der Ersten, das den neuen hydraulischen Raupenbagger  EC300E Hybrid von Volvo CE testete.

Die Herstellung von Recyclingmaterial ist eine wirtschaftliche Herausforderung – auch für die Ernst Frey AG. Für das Wachstum, welches das Schweizer Bauunternehmen in diesem Segment anstrebt, sind große und damit teure Maschinen notwendig. Deshalb legt Betriebsleiter Kevin Pletscher besonderes Augenmerk auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Betrieb der Maschinen – Grund genug, als eine der ersten Firmen den neuen Hybridbagger EC300E von Volvo CE zu testen.

Ein erster Schritt in die Zukunft
„Für unseren neuen, hochmodernen Brecher waren wir auf der Suche nach einer Beschickungsmaschine, die mit dem neu konfigurierten Brecher zusammenarbeitet und am besten auch noch kraftstoffeffizient ist“, antwortet Kevin Pletscher auf die Frage, wie er überhaupt auf den Hybridbagger kam. „Karl Martin, unser Verkaufsberater bei der Robert Aebi AG, hat uns vom neuen Volvo EC300E Hybrid erzählt und mich und mein Team sofort von der Maschine überzeugt. Auf der bauma 2019 haben wir den Raupenbagger dann auch gleich gekauft.“ Nach mehr als sechs Monaten im Einsatz kann Kevin Pletscher nun schon ein erstes Resümee ziehen: „Die Maschine läuft, die Technik funktioniert und wir sehen die ersten Erfolge bei der Kraftstoffersparnis. Wir haben unseren Kraftstoffverbrauch von bisher 17 bis 18 Litern pro Stunde auf nur noch 14,6 Liter reduziert, also eine Ersparnis von fast 20 Prozent.“

Für die Ernst Frey AG zählte beim Kauf des EC300E Hybrid aber nicht nur die Kraftstoffeffizienz. Auch das selbstgesteckte Ziel, die Umwelt nachhaltig zu schonen, war ausschlaggebend. „Wir wollen Ressourcen einsparen, was für uns auch der Grundstein für das Recyceln ist. Durch den Hybrid-Bagger sparen wir viel CO2 ein und tragen damit unseren Teil zum Umweltschutz bei“, berichtet Kevin Pletscher, der seit 1999 im Unternehmen ist und sich um die Herstellung des Betons, den Verkauf und den Ablauf im Baustoffbetrieb kümmert.

Die Maschine läuft, die Technik funktioniert und wir sehen die ersten Erfolge bei der Kraftstoffersparnis.

Kevin Pletscher

Volvo CE hat Tradition

Seit mehr als 20 Jahren setzt die Ernst Frey AG auf Maschinen der Marke Volvo. In der Baustoffsparte arbeiten momentan sechs Volvo-Radlader – vom L20B bis zum L260H. Andreas Blank, Mitglied der Geschäftsleitung und seit 1973 im Unternehmen, nennt die Gründe: „Vor 25 Jahren, als wir bei der Ernst Frey AG noch Kies abgebaut haben, kamen wir das erste Mal mit Volvo-Maschinen in Kontakt. Für unseren Einsatz waren die Maschinen von Volvo Construction Equipment die Besten, weshalb sie uns schnell überzeugt hatten. Und auch wenn wir heute neue Maschinen kaufen, ist Volvo CE unsere erste Wahl. Wir kennen die Produkte und wissen, was sie können.“ Das Unternehmen, das über 150.000 Tonnen Material pro Jahr verarbeitet, allerdings keine Lagerflächen hat, muss sich auf seine Maschinen verlassen können. „Wenn eine Maschine ausfällt und für mehrere Tage nicht einsatzbereit ist, stellt das für uns ein wirklich großes Pro­blem dar. Bei den Volvo-Maschinen ist das bisher aber noch nie passiert. Mit Volvo CE machen wir seit Jahren nur gute Erfahrungen und können uns jederzeit auf die Leistung und Unterstützung der Maschinen verlassen“, betont Andreas Blank.

Tatkräftige Unterstützung
Die Robert Aebi AG, Volvo CE Handelspartner in der Schweiz, betreut Ernst Frey – auch bei der Anschaffung des neuen Hybrid-Raupenbaggers. Für den EC300E Hybrid schloss das Bauunternehmen eine Finanzierung und ein Uptime-Paket mit blauer Servicevereinbarung inklusive Garantie, der Nutzung von CareTrack und technischer Beratung ab.

Die Zusammenarbeit von Ernst Frey, Robert Aebi und Volvo CE war beim EC300E Hybrid besonders intensiv, denn Volvo brachte nur eine geringe Anzahl an Hybrid-Baggern auf den Markt, um die neue hydraulische Hybridoption ausreichend zu testen. Die positiven Erfahrungen und hervorragenden Testergebnisse der Ernst Frey AG mit dem EC300E Hybrid haben dazu beigetragen, dass es die Maschine seit Dezember 2019 weltweit zu kaufen gibt.

Das Unternehmen Ernst Frey AG

Die Ernst Frey Firmengruppe, zu der auch der Bau­stoffbereich in Kaiseraugst gehört, zählt zu den führenden Bauunternehmen in der Nordwest-Schweiz. Die Kernbereiche umfassen den Straßen- und Tiefbau, Hochbau, Kundenbetrieb für Holzbearbeitung, Beratung, Baustoffe und Immobilien. In der Hochsaison arbeiten bis zu 450 Personen in der gesamten Firmengruppe. In den Bereich Baustoffe fallen die Herstellung von Beton und Belag, das Recycling sowie der Kies­import. Die Gewinnung hochwertiger Baustoffe aus Recyclingmaterialien wie Straßenkoffer, Abbruchbeton, Mischabbruch und Ausbauasphalt gehört zu den Stärken des Unternehmens.

Andreas Blank, Mitglied der Geschäftsleitung, verdeutlicht den Durchlauf im Betrieb: „In Kaiseraugst recyceln wir pro Jahr zwischen 130.000 und 150.000 Tonnen Baustoffe, wie etwa Beton, Mischabbruch und Asphalt. 30.000 bis 40.000 Tonnen davon sind hoch PAK-belasteter Asphalt, den wir nach Holland zur thermischen Nachbehandlung verschiffen. Die restlichen 90.000 Tonnen verwerten wir in unseren eigenen Anlagen als Beton oder Mischgut wieder.“

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